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APO REEF

APO RIFF - ZURÜCK AN DIE SPITZE

Obwohl die Korallen des Apo Riff in den 80ern massiv beschädigt wurden, fruchten die vereinten Bemühungen, es wieder herzustellen und zu bewahren. Es ist nun wieder eins der besten Tauchgebiete des Landes.

Der größte Stolz der westlichen Region Mindoros sind die 23.436 ha., die den Apo Riff Naturpark umfassen. Hier sind Hammerhaie, Grauhaie, Fuchshaie, Meeresschildkröten, der gefährdete Dugong, Delfine, Seevögel, Mantas und eine riesige Vielfalt an Fischarten zu Hause. Das Gebiet liegt südlich von Luzon und ist etwa 2,5 Stunden von Sablayan Island/Mindoro entfernt. Es wird besonders im philippinischen Sommer von einer Handvoll Yachten und Tauchern auf Liveaboards besucht.

Es ist immer noch kaum entwickelt und vielen Touristen unbekannt - ganz anders als das populärere Puerto Galera auf der Ostseite Mindoros. Aber gerade diese Abgelegenheit und mangelnde Entwicklung machen die Attraktion aus. Rodel Boyes, Superintendent des Schutzgebietes Apo Riff, zählte im letzten Jahr 375 Tauchboote, die die Insel besuchten; ihre Zahl ist steigend.

Boyles und sein 13köpfiges Team patrouillieren die 15.792 ha. des Schutzraumes und seine 11.644 ha. große Pufferzone. Die drei Inseln in diesem Gebiet sind Apo Minor, Cayos del Bajo und Apo Island. Nur letztere hat eine für Boote zugängliche flache Küste, die anderen beiden bestehen hauptsächlich aus Korallen und Felsen.

"Das Riff ist wieder zum Leben erwacht," sagt Boyles.

1994 zeigte eine Studie, daß das Riff nur noch 33 % seiner ursprünglichen Ausdehnung aufweisen konnte. Diese drastische Entwicklung muß innerhalb einer Zeitspanne von etwa 14 Jahren geschehen sein. Im November 2004 zeigten Untersuchungsergebnisse, daß das Riff wieder 43 % seiner ursprünglichen Größe zurückgewonnen hat, was angesichts der vorangegangenen starken Beschädigung ein Grund zur Freude ist.

Jose Villarosa, Gouverneur von West-Mindoro, erwähnt auch, daß das Apo Riff vor den 80er Jahren bis zur massiven Zerstörung des Riffs unter den Top 5 der weltbesten Tauchgebiete rangierte. Boyles weist die Schuld vor allem Dynamit- und Zyanidfischen sowie rücksichtsloser Industriefischerei zu. Erst 1994 schritt die Weltbank mit einer Finanzierung ein und startete das Projekt CPAP (Conservation of Priority Protected Areas Project) zur Überwachung. Das Apo Riff wurde nun als eines der Top 10 Schutzgebieten aufgeführt. 1994 erklärte auch die Regierung den Apo Park als Schutzgebiet.

2001 wurde das CPAP Projekt gestoppt, und die Bürde der Konservation wurde der Regierung übertragen. Ein besonderer Fond wurde angelegt, in den die "Benutzer" des Gebietes, also die Taucher, eine Gebühr einzahlen müssen. 75 % dieser Gebühr werden für den Schutz des Riffs verwendet, die verbleibenden 25% gehen in den Fond.

Eine Verwaltungsgemeinschaft, bestehend aus Verwaltern, Mitgliedern der lokalen Gemeinde der Fischer und lokalen Regierungsbeamten, überwachen den Gebrauch des Fonds. Aus den Geldern wird die permanente Überwachung des Schutzgebietes finanziert, das in eine strikte Schutzzone (in der die Korallen noch sehr gut erhalten sind), eine Restaurationszone und eine Nutzzone eingeteilt ist.

Der WWF hat in Mindoro ein Büro eingerichtet, um den lokalen Gemeinden bei der Finanzierung und Erhaltung des Riffs zu helfen.

"Das Apo Riff ist für den Lebensunterhalt der Einheimischen in West-Mindoro essentiell. Daher ist es hier sehr wichtig, das Riff zu erhalten; die Gemeinschaft hat gelernt, daß sie die Regeln zur Konservation streng einhalten muß. Manche Hartkorallen brauchen 10 Jahre, um sich zu erholen, andere 50 Jahre," sagt Boyles.

Boyles 13köpfiges Team kontrolliert das Schutzgebiet mit nur einem Boot. Ab Juni 2004 sollen zwei weitere Boote eingesetzt werden. Er sagt, zusätzliche Finanzhilfen seien stets willkommen, um den Schutz des Riffs zu verbessern. "Wir hoffen, daß in zehn Jahren nicht der Regierung angehörige Organisationen Interesse haben, uns zu helfen."

Heutzutage ist es nur noch Fischern aus Mindoro gestattet, am Apo Riff zu fischen. Zyanid- und Dynamitfischerei sind strengstens verboten.

Das Schutzprogramm des Parks umfaßt die folgenden Verbote: Jagen, Töten, Aufscheuchen oder bloßes Besitzen von geschützten Arten; Einsammeln, Entfernen oder bloßes Besitzen von Mangroven und anderen Baumarten oder Pflanzen; Sammeln, Beschädigen oder bloßes Besitzen von Korallen, Seegras, Seegurken, Seeigeln und Muscheln; Einführen von exotischer Flora oder Fauna, die die einheimische beeinflussen könnten. Haustiere haben keinen Zutritt; es darf kein Abfall an Land oder auf See weggeworfen werden. Kommerzielles Fischen, Zyanid- und Dynamitfischen sowie das Sammeln von Fischen für Aquarien ist ebenfalls verboten.

Es gibt auch Pläne, das Apo Riff als Ziel für den Ökotourismus zu entwickeln. Der Gouverneur von West-Mindoro, Jose Villarosa, sagt, daß die Provinzregierung mit dem Amt für Umwelt- und Naturschutz (DENR) eine Vereinbarung unterschrieben hat, das Apo Riff zum Ziel für Ökotourismus und Tauchen zu entwickeln. DENR wird Zuschüsse beisteuern sowie Forschung und Beobachtung der Gegend weiterführen, um die Bemühungen um das Wiederbeleben des Riffs fortzusetzen.

Gleichzeitig investiert die Provinzregierung etwa 5 Mio. Peso, um eine grundlegende Infrastruktur zu entwickeln wie einen kleinen Hafen, Hütten und Wege. Der Zugang zum Riff soll bald durch die Inbetriebnahme eines 50 Passagiere fassenden klimatisierten Schnellboot erleichtert werden, das von Mamburao und San Jose zum Apo Riff fahren wird.

Tauchen am Apo Riff - Kurz und knapp

Das Riff ist für seine lebendige Unterwasserwelt und seine spektakulären Steilwände berühmt, die 30 bis 80 m abfallen. Das Gebiet kann z. B. von Club Paradise in 4 Stunden mit der Banca erreicht werden und wird normalerweise als 2-tägige Tour mit Übernachtung angefahren.

Tauchplätze

SHARK RIDGE:

Tiefe 10-50 m. Die ganze Nordostseite vom Apo Riff besteht aus einer steilen Wand mit vielen Überhängen. Weißspitzen- und Grauhaie sind häufig anzutreffen, ebenso wie Schildkröten, Barrakudas und Schwärme von Schnappern.

APO ISLAND:

Um Apo Island herum gibt es verschiedene Tauchplätze; die Wassertiefe beträgt 10-50 m. Riesige Tafel-, Geweih-, Poren und Feuerkorallen sowie eine große Vielzahl an Weichkorallen wachsen rund um die Insel. Die Nord-, Ost- und Südseite besteht aus steil abfallenden Wänden, die von vielen Hochseefischen und Schildkröten, und in den letzten Jahren auch von Hammerhaien und Mantas aufgesucht werden. Die Strömungen können unberechenbar sein und die Nordseite daher für Anfänger schwierig machen. Die Westseite ist eher ein Hang als eine Steilwand, weshalb sie sich für weniger erfahrene Taucher gut eignet. Auf Apo Island gibt es ein Schildkröten-Schutzgebiet sowie eine Ranger-Station.

APO 29:

Apo 29 ist ein unter Wasser liegender Hügel, dessen Spitze etwa auf 25 m Tiefe liegt; ein richtiger Freiwassertauchgang, der nur für erfahrene Taucher geeignet ist, da die Strömungen stark und unberechenbar sein können und die Haie dort neugieriger sind als an den anderen Stellen des Apo Riffs.

HUNTER'S ROCK:

Dieser ca. 10 Seemeilen westlich von Apo Island gelegene Tauchplatz besteht aus einer Felsnadel, die beinahe die Oberfläche erreicht. Haie und große Makrelen sind hier ein häufiger Anblick. Unerfahrene Taucher sollten hier aufgrund der starken Strömung nur mit einem erfahrenen Führer tauchen.

MEROPE ROCK:

Merope liegt wie der Hunter's Rock etwa 10 Seemeilen westlich von Apo Island und besteht aus einem unter Wasser liegenden Hügel, dessen Spitze sich auf etwa 15 m Tiefe befindet. Auf der Ostseite gibt es eine Steilwand, an der man gute Chancen hat, Haien, Thunfischen oder anderen Tiefseekreaturen zu begegnen.